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Fischreiches Frøya – Angeln rund um Uttian in Mittelnorwegen

Norwegen bietet Erholung, unglaubliche Natur, Abenteuer und Angelspaß für die gesamte Familie. Für Jesco Peschutter ging es im Sommer gemeinsam mit Freundin Svenja Krahl sowie Tjorven und Matti in die Åfjord-Kommune nach Mittelnorwegen. Dieser Urlaub sollte allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Traumrevier vor Uttian

Im Oktober reisen Jesco und Sebastian mit der Fähre von Kiel nach Oslo und anschließend weiter Richtung Frøya. Nach rund acht Stunden Autofahrt erreichen sie die moderne Ferienhausanlage direkt am Wasser.

Schon die ersten Eindrücke zeigen: Das Revier rund um Uttian besitzt enormes Potenzial. Zahlreiche kleine Inseln, geschützte Schären und tiefe Kanten sorgen für abwechslungsreiche Angelmöglichkeiten auf unterschiedlichste Fischarten.

Dorsche für die Küche

Am ersten Tag verhindert starker Wind die Fahrt zu weiter entfernten Hotspots. Doch das ist kein Problem, denn zwischen den vielen kleinen Inseln und Schären finden sich geschützte Bereiche mit hervorragender Angelei.

Tangdorsche in flachen Bereichen

Mit Gummifischen und leichten Pilkern wird in Tiefen zwischen 10 und 20 Metern gefischt. Schon nach kurzer Zeit beißen die ersten Dorsche. Besonders schön gefärbte Tangdorsche sorgen für Action und landen nach und nach in der Fischkiste.

Die Fische besitzen perfekte Küchengröße und landen am Abend frisch in der Pfanne.

Pollack macht Laune

Die Pollackangelei gehört zu den absoluten Highlights vor Uttian. Schon ein Blick auf die Seekarte verrät, dass das Revier mit seinen Plateaus und flachen Inselbereichen wie gemacht für die bronzefarbenen Räuber ist.

Pollack auf Plateaus und im Flachwasser

Gefischt wird mit schlanken Gummifischen und Sandaal-Imitationen an Jigköpfen zwischen 20 und über 100 Gramm. Besonders Plateaus mit Tiefen zwischen 15 und 20 Metern bringen regelmäßig Fisch.

An manchen Tagen stehen die Pollacks sogar extrem flach direkt vor kleinen Inseln. In nur fünf Metern Wassertiefe schlagen die Räuber brutal auf die Gummifische ein. Dabei werden Pollacks bis über 80 Zentimeter gefangen.

Drift und Strömung als Erfolgsfaktor

Durch starke Drift und Wellen reicht oft selbst ein 50-Gramm-Kopf nicht mehr aus. Teilweise kommen Jigköpfe mit über 100 Gramm Gewicht zum Einsatz. Die Pollacks scheinen die starke Strömung regelrecht zu lieben und geraten häufig in einen echten Fressrausch.

Leng aus der Tiefe

An einem sonnigen Tag mit wenig Wind geht es gezielt auf große Leng.

Naturköder für Tiefsee-Räuber

Zunächst werden frische Makrelen, Heringe und kleine Seelachse als Köderfische gefangen. Anschließend steuern die beiden Angler tief gelegene Berge mit Tiefen zwischen 180 und 200 Metern an.

Große Lengs vor Frøya

Jesco landet zunächst einen Leng von rund 90 Zentimetern Länge. Kurz darauf drillt Sebastian einen beeindruckenden Fisch von 1,10 Metern.

Am Abend bestaunen die beiden Angler bei einem einheimischen Fischer sogar einen Leng von unglaublichen 1,56 Metern Länge – ein echter Tiefsee-Gigant.

Mit schweren Naturködermontagen und ganzen Makrelen oder Filetseiten geht es hinunter in die Tiefe. Schon beim ersten Kontakt mit dem Grund folgen heftige Bisse. Nach langen Drills erscheinen kräftige Lengs und dicke Lumbs an der Oberfläche.

Spaß vom Steg

Trotz Herbstwetter können Jesco und Sebastian an fünf von sechs Tagen aufs Wasser. Nur an einem Tag verhindert Sturm die Ausfahrt.

Angeln direkt an der Ferienanlage

Direkt vor dem Bootssteg wird das Wasser schnell tief. Deshalb lohnt sich auch das Uferangeln direkt an den Ferienhäusern.

Mit leichter Grundmontage, Buttlöffel und Fischfetzen gehen verschiedene Plattfische an den Haken. Nach einigen vorsichtigen Bissen landet schließlich eine schöne Kliesche im Kescher.

Seelachs im Freiwasser

Natürlich darf auch die Angelei auf Köhler nicht fehlen.

Speedpilken auf kampfstarke Köhler

Über Wassertiefen von mehr als 100 Metern werden Pilker schnell durch die Wassersäule gejagt. Besonders beim aggressiven Speedpilken folgen harte Bisse und rasante Drills.

Die meisten gefangenen Seelachse besitzen Längen um die 70 Zentimeter und liefern hervorragende Filets. Deutlich größere Exemplare bis weit über die Metermarke werden ebenfalls regelmäßig gefangen, benötigen jedoch etwas Glück und die richtigen Schwärme.

Bald auf Thunfisch angeln?

Vor der norwegischen Küste tauchen immer häufiger große Thunfische auf. Einzelne Angler konnten bereits kleinere Exemplare als Beifang fangen.

Jesco und Sebastian bestaunen bei einem Fischer gewaltige Thunfische zwischen 200 und 300 Kilo Gewicht – beeindruckende Giganten der Meere. Noch ist der gezielte Fang stark reguliert, doch vielleicht wird das Angeln auf Thunfisch in Norwegen in Zukunft weiter ausgebaut.

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